Und plötzlich … nicht mehr so allein?

Und schon ist es passiert. Sie ging mir mal wieder flöten – die Motivation zum Schreiben. Denn wie so oft fange ich gerne „neue Dinge“ an, steigere mich dann hinein und verliere dann aber auch relativ schnell wieder das Interesse (weil ich „gefühlt“ dann doch schon alles gelernt habe, was ich initial wissen wollte). „Scanner“ nennt man solche „Typen“ – wie ich zwischenzeitlich gelernt habe. Dabei tut mir das Schreiben doch so gut – auch wenn ich bisher nicht den Eindruck habe, viele Menschen mit meinen Gedanken erreicht zu haben. Aber was nicht ist … ?!

Aber darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Sondern darüber, dass ich jetzt Mitglied im Verein für Hochbegabte (Mensa) bin und auch darüber, dass ich mich nun – auf einmal – nicht mehr als das einzige->einsame „Alien“ fühle!

Tatsächlich finden sich in besagtem Verein viele „schräge Typen“. Oder, aus meiner Perspektive eher: viele „normale Menschen“. Menschen, die authentisch wirken, die primär das sagen, was sie meinen und die keine Lust auf Spielchen, Politik und Taktieren haben. Menschen, die irgendwie „nerdig von außen“ aber „pur, schön und natürlich von innen“ sind. Menschen, die irgendwie von irgendwas „einen Plan haben“ und diesen, bei Interesse (oder auch Nichtinteresse), auch gerne jedem bereitwillig erzählen.

Natürlich kann das auch anstrengend werden. Letztendlich wirken die meisten „klugscheißerisch“, die alles irgendwie besser wissen (oder: besser wissen wollen – aber eigentlich auch besser wollen tun – und es daher auch „dürfen“) und Diskussionen mit ihnen sind daher grundsätzlich ausufernd und energieraubend. Aber wenn man sich Jahrzehntelang frustriert im Umfeld „der anderen 98%“ herumgeschlagen hat, ist so eine intellektuelle Bugwelle wirklich herzerfrischend und seelenpämpernd und daher unter’m Strich als „positiv“ zu werten.

In der letzten Woche kam es zum Mensa Jahrestreffen 2018 in Aachen. Über 800 Mensaner trafen sich dort zwecks sozialen und intellektuellen Austausches. Ich für meinen Teil habe das Event sehr genossen. Irgendwie versteht man sich doch „auf Anhieb“ mit den Leuten dort und es ist „leicht“, ein Gesprächsthema zu finden (was dann sehr schnell in ein anderes Gesprächsthema mutiert um dann in Überschallgeschwindigkeit irgendwie wieder zum nächsten Thema zu werden).

I love(d) it.

Die Erfahrung, dass es da draußen „noch andere“ gibt, die so sind „wie man selbst“ und die irgendwie auch „Alien-Gefühle“ haben, ist unbezahlbar und hochmotivierend. Dieses elende „was ist nur mit mir los -> negativ“ mutiert im Umfeld anderer Aliens zum „ich bin froh, so zu sein wie ich bin -> positiv“.

Hier (klick) übrigens ein Link zu einem kurzen TV-Beitrag (WDR) zum Jahrestreffen. Ist ganz nett gemacht.

Also … seid ihr auch eines dieser Individuen, die sich irgendwie „fremd“ auf diesem Planeten fühlen, die auf Parties meistens alleine da stehen weil ihnen die Themen „zu doof“ sind und deren Freundeskreis eher aus Qualität statt Quantität besteht? Vielleicht spaßeshalber mal einen Mensa-(IQ-)Test machen – das Ergebnis könnte überraschen … aber letztlich auch viel erklären und zu einer ganz neuen Sicht auf „die Welt“ führen.

Ich wünsche eine schöne Restwoche!

Euer Themensezierer

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