Ein Blog, ein Blog!

Hallo liebe Leser.

Ein schlauer Mensch riet mir kürzlich, es doch einfach mal mit einem Blog zu versuchen. Ein Blog, in dem ich meinen Gedanken freien Lauf lassen kann, um meinem Kopf nicht länger das Gefühl zu geben, er müsse das alles in sich aufsaugen und geräuschlos absorbieren. So eine Art „öffentliches Tagebuch“. Einfach mal „ich selbst“ sein und vielleicht vielleicht – auf diese Weise auch gleichgesinnte zu finden, die sich ebenfalls gerne einmal „einen Kopf“ machen.

Ich habe (und hatte schon immer) Schwierigkeiten, zu verstehen, wieso so niemanden aufzufallen scheint, dass die meisten Alltags-Probleme da draussen recht simpel zu erklären sind und dass viel Leid vermieden werden könnte, wenn ein paar Dinge objektiv und unemotional (auf Basis von Fakten) angegangen werden würden. Leider ist das aber kein Thema für den obligatorischen (und von mir verabscheuten) Smalltalk auf den gesellschaftlichen Events da draussen – daher nun dieser Blog.

In der folgenden Zeit möchte ich über Themen schreiben, die mich beschäftigen.

Es wird um meine Tätigkeit als selbständiger IT- und Unternehmens-Berater gehen und den in diesem Zuge verbundenen, in Firmen beobachteten Besonderheiten (die meistens eher wenig mit IT zu tun haben). Hier wird zumeist sehr schnell klar, dass es am Ende eigentlich immer nur um die Menschen und ihr (gestörtes) Miteinander geht und dass die Ursachen für Probleme immer die gleichen sind.

Auch fasziniert mich das Thema „Musik“ – hier aber auch, neben dem kreativen Aspekt, die (wissenschaftliche) Wirkung von Musik auf die menschliche Psyche. Ist es nicht toll, wie sehr das Gehirn bei bestimmten Akkord-Sequenzen davon „ausgeht“, dass als nächstes eine Auflösung der Akkordfolge (-> Rückkehr zum Anfangs-Akkord) erfolgen „muss“ weil es sich sonst „unbefriedigend“ anfühlen wird? Es wird also mittels Tönen/Frequenzen eine geistige Erwartungshaltung erzeugt. Faszinierend.

Weitere Themen sind die menschliche Psyche im Allgemeinen bzw. die Auswirkungen dieser auf die täglich zu beobachtende, zumeist „genormt“ scheinende zwischenmenschliche Kommunikation  … na und eigentlich auch alles andere auf diesem Planeten, dass „globalgalaktische“ Muster und Strukturen erahnen lässt.

Es wird Tage geben, da werde ich  mich auch meinem Lieblingsthema widmen – den wissenschaftlichen Grenzthemen. Eine Sache, die nicht gesellschaftsfähig scheint und gerne vorschnell den „Aluhut“ und „Spinner“ Stempel aufgedrückt bekommt.

Ich z.B. finde, dass es sinnvoll ist, sich einmal abstrakt z.B. mit dem Begriff „Realität“ zu beschäftigen – ein paar einfache Gedankenspiele bringen hier wohltuende Bewegung in die grauen Zellen. Wieso fühlen sich Träume so „real“ an? Ist den Menschen eigentlich klar, dass ausnahmslos alles, was man als „real“ erachtet (Gefühle, Gerüche, Töne, Bilder), im menschlichen Gehirn erzeugt wird (und damit nur ein Abbild ist des „äußeren“). Ist eine „objektive Wahrheit“ (–> Realität) dann überhaupt möglich, wenn jeder Mensch nur (relativ objektive) Sinnes-Impulse aufnimmt, subjektiv (auf Basis des persönlichen Weltbildes) verarbeitet, im Gehirn die für ihn passenden Bilder erzeugt und diese dann -irgendwie automatisch- bewertet? Ist die globale, objektive „Realität“ dann vielleicht die Schnittmenge aller subjektiven Wahrnehmungen? Hmm.

Kennt ihr luzide Träume? Wie kann es sein, dass man, trotz geschlossener Augen und Schlaf (d.h. lahmgelegter „objektiver“ Sinnesorgane), identisch wahrgenommene (gefühlte/gesehene) Erlebnisse wie im Wachzustand („der echten Welt“) hat, diese einem „real“ vorkommen und man sie sogar steuern/beeinflussen kann? Wir erzeugen also in diesem Moment „Realität“ ohne „objektiven“ Input. Oder sind das nur Erinnerungen? Aber wieso sind diese dann verändert und gleichen eher einem Spielfilm? Und wenn es für das Gehirn keinen Unterschied macht, im Schlaf oder „in echt“ Realität zu erzeugen, bin ich dann jetzt gerade wach oder träume ich? Und wenn Träume nur Illusion/Erinnerung sein sollten – ist dann das „echte“ Leben auch nur eine, andere, Illusion/Erinnerung? Man denke an den Kreiseltest in „Inception“. Es steckt viel Tiefe in diesem Film.

Wieso überhaupt über „Realität“ nachdenken fragst Du? Nun, wenn das doch sowieso alles nur „virtuell“, „subjektiv“ und „im Kopf konstruiert“ ist – wieso dann seine Sicht immer als „objektiv richtig“ darstellen und sich aufregen, wenn andere Menschen einen anderen Standpunkt vertreten (also eine andere subjektive Realität haben)? Wieviele Konflikte/Streit/Kriege etc. könnten vermieden werden, wenn man sich auch mal, ganz simpel, in die Rolle des Gegenübers versetzten würde und die Dinge, aus seiner subjektiven (-> seine Erfahrungen, seine Werte, seine Verfassung, sein Weltbild), Sicht bewerten würde?

In diesem Sinne hoffe ich, einigen von euch da draussen mit meinen Gedanken eine Freude zu machen und zahlreiche Denkanstösse („food for thought“) zu liefern. 😉

Euer

Themensezierer

 

2 Gedanken zu “Ein Blog, ein Blog!

  1. Ich sympathisiere sehr mit dem Anliegen vom Nachdenken als Therapie. Auch mit deinen Ideen zur „Realität“, wie du sie nennst, kann ich mich identifizieren – meiner subjektiven als Hirnkonstrukt, wobei die einzige Konstante (das Selbst) selbst nicht einmal zwangsläufig konstant ist.
    Ich hoffe der Versuch, Ordnung in deinen Kopf zu schaffen, gelingt.

    Gefällt 1 Person

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